Fortbildungsinstitut Regensburg - Termine

Spieglein, Spieglein auf dem Tisch, ich finde meine Worte nicht – ganzheitliche Ansätze zur Verbesserung des Wortabrufs

Prof. Juliane Klann

Wortfindungsstörungen betreffen als am meisten verbreitetes aphasisches Symptom alle klassischen Standardsyndrome sowie die nicht-klassifizierbaren Aphasien. Moderne Benenntherapien zur Verbesserung des Wortabrufs basieren auf neurolinguistischen Erkenntnissen, die eine enge Verflechtung des Sprachsystems mit anderen kognitiven Netzen im Gehirn zeigen. In der Folge werden ganzheitliche Therapieansätze entwickelt, die zur Fazilitierung des Wortabrufs über die gängigen Bildstimulationen hinaus gezielt und systematisch motorische Hilfen therapeutisch einsetzen. Im Seminar sollen erste systematische Therapieansätze wie auch ihre theoretische Fundierung und Evidenzbasierung vorgestellt werden (Gestentherapie und Spiegeltherapie bei Aphasie).

Die vorzustellenden Therapieprogramme befinden sich noch in der Evaluierung und sind bisher nicht käuflich zu erwerben.

Ziel des Seminars
Ziel ist es, die Hintergründe und Durchführung folgender ganzheitlicher Benenntherapien kennenzulernen:
• Gestentherapie
• Spiegeltherapie

Inkludiert werden dabei auch die neurolinguistischen Grundlagen der jeweiligen Therapieideen sowie erste Ergebnisse ihrer Erprobung, soweit vorhanden.

Zielgruppe
LogopädInnen, Klinische LinguistInnen, SprachtherapeutInnen
DozentInnen des Fachbereichs Logopädie und angrenzender Fächer (Letzteres mit neurologischen Vorkenntnissen)
Studierende der Logopädie
FachschülerInnen für Logopädie

Anmerkung:
keine

Referentin: Prof. Juliane Klann
Preis pro Teilnehmer: 200 Euro - Anmeldeschluss 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Ort: Ibis City Hotel, 12.10. von 09:00 - 16:00 Uhr
Wasser, Pausenverpflegung sind im Seminarpreis inbegriffen, bei ganztägigem Unterricht auch ein Mittagsmenü

8 Fortbildungspunkte

Vita Prof. Juliane Klann

Prof. Dr. Juliane Klann ist seit Oktober 2016 Professorin für Logopädie und Neurolinguistik im ausbildungsintegrierenden Studiengang Logopädie der SRH Hochschule für Gesundheit am Standort Heidelberg.  Seit Mai 2018 leitet Sie außerdem die SRH Fachschule für Logopädie am Standort Heidelberg. Als Lehrende betreut sie in Heidelberg die neurologischen Fächer sowie die akademisierte Praxisausbildung im Fachbereich Kindersprache.

Ihr Magisterstudium absolvierte Prof. Dr. Juliane Klann an der Universität zu Köln in den Fächern Allgemeine Sprachwissenschaft/Linguistik, Deutsche Philologie/Germanistik und Patholinguistik. Sie promovierte im Fach Linguistik an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2016 war sie klinisch-praktisch an der Aachener Sprachambulanz und lehrend an der Aachener Lehranstalt für Logopädie sowie in den Studiengängen der Logopädie (B.Sc.) und Lehr- und Forschungslogopädie (M.Sc.) an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen tätig. Neben der Klinik und Lehre lag ihr Arbeitsschwerpunkt in Aachen in der Translationalen Forschung, die sie in mehreren großen sowohl in der Abteilung Neurolinguistik als auch in der Sektion Klinische Kognitionswissenschaften und dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF Aachen) beheimateten Projekten durchführte und teilweise leitete (Förderer: IZKF Aachen, BMBF, EU). Außerdem hat sie im und mit dem Deaf and Sign Language Research Team (DESIRE; heute SignGes) an der RWTH Aachen gearbeitet, einer interkulturell anwendungsorientiert ausgerichteten universitären Gebärdensprachforschergruppe mit gehörlosen und hörenden Kollegen.

Außerhalb der Tätigkeiten in Aachen lehrt Juliane Klann seit vielen Jahren national und international sowohl universitär als auch außeruniversitär als Dozentin. Im Sommersemester 2015 hatte sie die Vertretungsprofessur des Lehrstuhls „Germanistische Linguistik" (W3) an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn inne. Dort ist sie weiterhin Gutachterin für Abschlussarbeiten im Fachbereich Neurolinguistik tätig.

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